Im aktuellen Gewinn spricht Georg Wailand mit Maria Fekter in einem Nebensatz (siehe Ende des Auszugs) auch über die KESt: "Der Mittelstand in Österreich, der sehr viel zum Steueraufkommen beiträgt, ist jetzt schon dreifach benachteiligt ... drittens, weil das jene Bürger sind, welche die neue Wertpapier-KESt zu tragen haben". Man kann hier natürlich kein klares KESt-Nein von Fekter hereinargumentieren, aber sehr happy mit dem Unding klingt sie auch wieder nicht.
GEWINN: Höhere Bankensteuer, Wiedereinführung von Erbschafts- und Vermögensteuer - keine frommen Wünsche aus der Politik für die neue Finanzministerin?
Fekter: Damit sich gleich alle auskennen: Mit mir wird es das nicht geben! Die Neiddebatte ist in Österreich weit verbreitet und sie hat schon viel Schaden angerichtet. Einzelne Stifter sind schon wieder abgewandert, allein die Diskussion über solche Themen irritiert und verunsichert, das Geld ist heutzutage ausgesprochen mobil, die Konsequenzen einer derartigen Diskussion sind klar erkennbar. Mein Standpunkt ist eindeutig: Österreich hat bereits mit 41,3 Prozent Steuersatz einen Wert, der über dem EU-Schnitt von 34,2 Prozent liegt, bei uns zahlen 2,7 Millionen Menschen überhaupt keine Lohn- und Einkommensteuer, zehn Prozent der Steuerpflichtigen sorgen für 50 Prozent des gesamten Steueraufkommens!
GEWINN: Aber gerade für "die Reichen" werden noch höhere Steuern von der politischen Linken verlangt!
Fekter: Der Mittelstand in Österreich, der sehr viel zum Steueraufkommen beiträgt, ist jetzt schon dreifach benachteiligt: Erstens durch die steile Progression, zweitens dadurch, dass er keine Transferleistungen bekommt, und drittens, weil das jene Bürger sind, welche die neue Wertpapier-KESt zu tragen haben. Die jetzt noch zusätzlich zu belasten geht nicht.
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