Gut verlief der Handel für die heimische Börse, der ATX konnte von der allgemein positiven Stimmung und den überraschend gut ausgefallenen Konjunkturindikatoren europaweit profitieren und mit einer 0,9% höheren Notierung aus dem Handel gehen. Ansonsten war die Nachrichtenlage zu den einzelnen Unternehmen wieder eher dünn, EVN legte Zahlen vor, der niederösterreichische Energieversorger hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 zwar wie befürchtet weniger Gewinn erzielt, allerdings lag das durch den Wegfall von Einmaleffekten um mehr als ein Drittel auf 200 Millionen Euro gesunkene Ergebnis am oberen Ende der Erwartungen. Zudem beeinträchtigte die Corona-Krise das Unternehmen operativ nur punktuell, in Summe brachte das der Aktie eine Verbesserung von 3,3%. Ergebnisse gab es auch von Agrana, der Stärke- und Zuckerkonzern hatte für das dritte Quartal ein deutlich höheres Betriebsergebnis gemeldet und wurde dafür mit einem Anstieg von 0,6% belohnt.
Die Banken konnten der eher schlechten Sektorstimmung in Europa zumindest teilweise trotzen, die Bawag erzielte ein Plus von 1,2%, die Raiffeisen konnte um 0,6% vorrücken, lediglich für die Erste Group gab es ein Minus von 0,3%. Stark waren auch die Ölwerte, Schoeller-Bleckmann befindet sich weiter im Aufwind und erreichte gestern einen weiteren Zuwachs von 1,6%, auch die OMV konnte den Tag positiv beenden, wenngleich auch nur mit einem Plus von 0,6%. Gewinner des Tages war AT&S, der Leiterplattenhersteller verzeichnete eine Verbesserung von 3,5%, auch der Verbund war gefragt, was teilweise auch den guten Ergebnissen von EVN zu verdanken war, und konnte um 2,6% befestigt schliessen. Sehr beliebt waren auch zum Teil die Immobilienwerte, die S Immo erzielte einen Anstieg von 2,4%, für die CA Immo ging es um 2,3% nach oben. Auch Zumtobel hatte einen guten Tag, der Leuchtenhersteller durfte sich gestern über eine 2,0% höhere Schlussnotierung freuen. Die Liste der Verlierer wurde von Palfinger angeführt, der Kranhersteller musste den beiden letzten guten Tagen etwas Tribut zollen und verbilligte sich um 2,7%. Auch für den Flughafen Wien ging es nach unten, hier betrug das Minus 1,8%.
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