Friedrich Mostböck hat recht ... (Christian Drastil)

 

Jetzt mach ich mir schön langsam auch schon Sorgen um die Wiener Börse, die m.E. nach gute Arbeit macht und eine tolle Handelsinfrastruktur besitzt. Die aktuelle Diskussion um neue Vorstände geht in eine gefährliche Richtung, ich trau beim aktuellen Umfeld in Österreich dem Frieden nicht. Nur nicht auf die Idee kommen, das ganze Vehikel zB von Wien abzusiedeln. In einem in der Branche vielzitierten Kurier-Artikel (siehe kurier.at ) geht es u.a. darum, dass die Vorstände die Politik nicht gut erreicht hätten. Ich meine: Jeder, der das in Österreich versucht hat, musste epochal scheitern. Ich habs auch oft versucht, in viel kleinerem Rahmen freilich, und stets gehört, dass die Börse keine Priorität geniesse. Wahnsinn. Die Unternehmen (Stichwort 21st Austria) müssen sich auch ihre Standortaktivitäten selbst bezahlen. Fritz Mostböck, Chefanalyst der Erste Group, betont im Kurier-Artikel, dass eine lokale Börse für heimische Unternehmen wichtig sei. In Frankfurt würden sie kaum wahrgenommen. Recht hat er, und die ganze Rundherum-Wertschöpfung würde auch abwandern. Ganz gefährlich.

Oder umgekehrt ausgedrückt: Die Wiener Börse ist mit der Ceeseg-Idee gescheitert, diesen Vorwurf muss man gelten lassen. Vielleicht ist es aber auch die Message oder die "Lesson learned" daraus, dass eine Börse eben lokal bleiben sollte.



(31.03.2016)

Friedrich Mostböck (Erste Group) , (© photaq/Michi Mejta)


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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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