Tesla weitet sein Angebot in Europa aus. Ab sofort können Kunden den Model Y in einer siebensitzigen Variante bestellen – allerdings nur für die Premium Allradversion und gegen Aufpreis. Gleichzeitig kämpft der Konzern mit Herausforderungen am Standort Deutschland und stockenden Robotaxi-Projekten.
Der zusätzliche Sitzplatz in der dritten Reihe schlägt mit 2.500 Euro zu Buche. In Deutschland liegt der Einstiegspreis für das Premium Allrad-Modell bei 53.970 Euro, mit dem Siebensitzer-Upgrade sind es 56.470 Euro. Die Auslieferungen sollen im April 2026 starten. In den USA war die Option bereits sechs Wochen früher verfügbar. Mit dem erweiterten Platzangebot positioniert sich Tesla gegen etablierte Konkurrenten wie den Mercedes EQB und den Kia EV9.
Parallel dazu wächst der Gegenwind für die deutsche Produktionsstätte. CEO Elon Musk hat die Belegschaft darauf hingewiesen, dass Expansionspläne für das Werk in Grünheide vom Einfluss externer Organisationen abhängen. Diese Äußerung fällt zeitlich mit bevorstehenden Betriebsratswahlen zusammen, bei denen die IG Metall die Kontrolle übernehmen will. Der europäische Markt hat für Tesla hohe Bedeutung – nach einem schwierigen Jahr 2025 mit einem Absatzrückgang von rund 38 Prozent in Europa.
Während Tesla für die Niederlande mit einer Zulassung seiner Full-Self-Driving-Software bis zum 20. März 2026 rechnet, stagniert das Robotaxi-Projekt in Kalifornien. Laut Behördendaten legte Tesla dort 2025 null autonome Testmeilen zurück. Seit 2016 summieren sich die autonomen Testfahrten im Bundesstaat auf lediglich 562 Meilen – weit entfernt von den 50.000 Meilen, die Regulierungsbehörden für kommerzielle fahrerlose Tests voraussetzen. Tesla hat keine Anträge für höherstufige fahrerlose Genehmigungen gestellt und beschränkt sich stattdessen auf begrenzte Services in Austin und San Francisco mit menschlichen Fahrern.
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Beim kürzlich vorgestellten Dual Motor Allrad-Cybertruck für 59.990 Dollar müssen Neukunden mit Wartezeiten von über einem Jahr rechnen. Derweil hat Tesla angekündigt, die Produktion der Flaggschiffe Model S und Model X einzustellen, um Fabrikflächen für die Fertigung humanoider Optimus-Roboter freizumachen.
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