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Rohstoff-Kolumne: Gold: Höhenflug vorerst beendet? (Heiko Geiger)


Ist die Gold-Rally vorerst vorbei? Nach dem Hochstand am vergangenen Freitag bei knapp unter 1.360 US-Dollar handelte Gold zu Wochenbeginn gut 20 US-Dollar tiefer.

Rohöl: Preisschere zwischen Brent und WTI weitet sich aus

Die Ölpreise zeigten sich zu Wochenbeginn uneinheitlich. Während sich die Referenzsorte Brent etwas verbilligte, konnte US-Leichtöl der Sorte WTI zulegen. Dabei hat sich die Preisdifferenz zwischen WTI und Brent zuletzt auf rund sechs Dollar ausgeweitet. „Man kann dies teilweise durch die geringere Nachfrage nach US-Rohöl in den nächsten Wochen erklären", hieß es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Commerzbank. In den USA seien nach wie vor einige Raffinerien an der Küste zum Golf von Mexiko wegen Sturmschäden geschlossen. Des Weiteren gehen die Experten davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl durch die Verwüstung durch den jüngsten Hurrikan "Irma" in Florida leiden könnte. In den kommenden Handelstagen rechnet die Commerzbank aber mit einer Einengung der Preisdifferenz.

Global betrachtet hat sich die Lage am Ölmarkt über den Sommer entspannt. Die weltweite Ölnachfrage konnte im Juli den dritten Monat in Folge überraschend kräftig zulegen. Die positive Entwicklung machte sich insbesondere beim Brent-Preis bemerkbar, der merklich anzog. Nach Ansicht von Analysten der HSH Nordbank haben zu der positiven Preisentwicklung auch Gespräche zwischen Russland und Saudi-Arabien über eine mögliche Verlängerung der Produktionskürzungen beigetragen. Das russische Energieministerium habe außerdem sein Bekenntnis zum Abkommen mit der OPEC bekräftigt und eine Übererfüllung der Produktionskürzung im August um rund 50.000 Barrel pro Tag vermeldet. „Die starke Kooperation der wichtigsten Ölproduzenten bei der Bekämpfung der Ölschwemme schürt Hoffnungen der Marktteilnehmer auf einen weiter anhaltenden Abbau der OECD-Öllagerbestände“, erklärte HSH Nordbank-Analyst Jan Edelmann den jüngsten Brent-Preisaufschlag. „Diese Kooperation dürfte anhalten, bis die Lagerbestände sichtbar unterhalb des Fünfjahresdurchschnitts gefallen sind“, vermutete der Ölanalyst.

 

 

 

Gold: Höhenflug vorerst beendet?

 

Der Goldpreis konnte in den letzten zwei Monaten kontinuierlich um etwa 11 Prozent - von etwa 1.200 US-Dollar auf 1.358 US-Dollar je Feinunze in der Spitze am vergangenen Freitag - ansteigen, wobei auch die psychologisch wichtige Marke bei 1.300 US-Dollar überwunden wurde. Wenn Unsicherheit über die weiteren Entwicklung herrscht, kann es sein, dass Anleger vermehrt Zuflucht in Gold suchen. Auslöser für die jüngst steigende Nervosität der Marktteilnehmer waren die geopolitischen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA.

Nach dem Peak am vergangenen Freitag bei knapp unter 1.360 US-Dollar handelte Gold zu Wochenbeginn gut 20 US-Dollar tiefer. „Offenbar ist die Risikoaversion der Marktteilnehmer zurückgegangen, nachdem am Wochenende Nordkorea anlässlich des Gründungstages des Landes nicht wie zuvor befürchtet einen weiteren Raketentest durchgeführt hat“, analysierte die Commerzbank.

Zu der soliden Performance bei Gold beigetragen hat auch die Schwäche des US-Dollar. Denn der Preis in Euro ist seit Anfang Juli lediglich um knapp 7 Prozent angestiegen und handelt aktuell bei 1.115 Euro je Feinunze nur leicht über dem Jahresanfangsniveau, als sich der Preis zwischen 1.075 und 1.100 Euro je Unze aufhielt. Gold in US-Dollar dagegen hat seit Jahresbeginn um rund 17 Prozent an Wert zugelegt.

Spekulative Käufe dürften laut den Edelmetall-Experten der Commerzbank beim jüngsten Goldpreisanstieg ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt haben. Seit dem Tief Anfang Juli hätten die spekulativen Finanzanleger ihre Netto-Long-Positionen sieben Wochen in Folge bis Ende August auf das höchste Niveau seit September vorigen Jahres ausgeweitet, hieß es in einer aktuellen Analyse. Die Hälfte sei dabei auf den Aufbau von Long-Positionen, die andere Hälfte auf den Abbau von Short-Positionen gefallen. Letztere lägen inzwischen auf dem niedrigsten Stand seit November 2012.

 

 

 

Silber könnte von anziehender Nachfrage profitieren

Silber hat zuletzt selten von sich reden gemacht. Von den Mitte April bei 18,65 US-Dollar je Feinunze verzeichneten Höchstständen in diesem Jahr ist das grau-glänzende Edelmetall noch etwas entfernt. Zuletzt notierte Silber wieder unter der 18-Dollar-Marke. Immerhin hat sich das Metall vom 15-Monatstief von Anfang Juli bei 15,19 US-Dollar je Feinunze deutlich nach oben abgesetzt.

Der Silberpreis sollte nach Ansicht der Experten der Commerzbank dem Goldpreis folgen, der in diesem Jahr bereits zweistellig zulegen konnte. „Da Silber die jüngste Aufwärtsbewegung von Gold bislang nur unterproportional nachvollzogen hat, sehen wir ein gewisses Nachholpotenzial“, heißt es in der Analyse „Rohstoff kompakt“.

Zusätzliche Unterstützung könnte Silber von der Industrienachfrage erhalten. „Nicht nur die höheren chinesischen Silberimporte, sondern auch die gestiegenen Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe in nahezu allen wichtigen Wirtschaftsräumen deuten auf eine Belebung dieser für Silber wichtigsten Nachfragekomponente hin“, so die Commerzbank. Der weitere Verlauf bleibt dennoch abzuwarten.

 

 

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(13.09.2017)

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Heiko Geiger

Head of Public Distribution, Bank Vontobel Europe AG

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