Wann immer es um Investitionshindernisse geht, werden Verwaltungsaufwendunge, gesetzliche Regelungen oder Steuern als Gründe genannt. Ein wichtiger Fakt wird aber oft vergessen: Der Zugang zum Internet. Deutschland hinkt hier seit Jahren hinterher, wie wir auch aus eigener Erfahrung wissen…
Traurige Geschwindigkeitstests. Wann immer das Internet mal wieder hängt, macht man einen dieser Geschwindigkeitstests im Internet. Das Ergebnis ist desaströs. Dann kommen die vermeintlichen Topangebote, wie es viel schneller gehen soll. Doch beschäftigt man sich dann weiter damit, heißt es oft. Dieser High-Speed-Anschluss ist an ihrer Adresse leider nicht möglich.
Defizit im internationalen Vergleich. Schaut man auf den aktuellen State of the Internet Report von Akamai wird deutlich, wie heftig dieses Defizit im internationalen Vergleich ist. Deutschland liegt im Ranking der Länder mit dem schnellsten Internetzugang derzeit auf Platz 25 (15,3 Mbit/s). An der Spitze steht – wie gewohnt – Südkorea (28,6 Mbit/s). Aber auch in Europa kann in vielen Ländern deutlich schneller gesurft werden als hierzulande. Am schnellsten in Norwegen (23,5 Mbit/s) und Schweden (22,5 Mbit/s), die auf Platz zwei und drei liegen.
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Breitbandausbau stockt. Warum Deutschland für eine führende Wirtschaftsnation im Ranking beschämend weit hinten rangiert, wird deutlich, wenn man sich die aktuellen Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) anschaut. Demnach kommen auf 100 Deutsche lediglich 38,5 Breitbandanschlüsse. Damit belegt Deutschland Platz acht im Ranking aller OECD-Staaten und liegt damit in Punkto Breitbandverfügbarkeit sogar vor der Hochtechnologie-Nation Japan. Das ist aber dennoch kein Grund zur Freude, denn:
In Japan sind nämlich rund 74 Prozent aller Breitbandanschlüsse an Glasfaserkabel angeschlossen. Hierzulande kommen dagegen von 100 Einwohnern nur 0,6 in den Genuss dieser Technologie. Oder anders ausgedrückt: Nur 1,6 Prozent aller stationären Breitbandanschlüsse in Deutschland waren im Juni 2016 mit einem Glasfaserkabel verbunden. Schockierend niedrige Zahlen wie wir finden.
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Der internationale Vergleich zeigt auch: Selbst der Flächenstaat USA schafft es, dass jeder zehnte Breitbandanschluss an Glasfaserkabel angeschlossen ist. Da haben Standortpolitiker, aber auch Unternehmen wie die Deutsche Telekom noch einiges zu tun. Übrigens: Während die EU bis 2020 jeden zweiten Verbraucher mit 100-MBit/s-Zugängen versorgt sehen will, sollen hierzulande laut Breitbandplan der Bundesregierung den Haushalten lediglich eine Download-Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. Nicht alles was aus Brüssel kommt ist schlecht…
In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt
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