Das hat geklappt – aus Sicht von Glencore (WKN: A1JAGV / ISIN: JE00B4T3BW64): Das Unternehmen hat eine neue Anleihe im Volumen von einer Milliarde US-Dollar offenbar problemlos platzieren können. Der Kupon liegt bei nennenswerten 4,0% pro Jahr.
Als Nominalwert werden mir 1.000 US-Dollar je Anleihe angezeigt – aber die Mindeststückelung soll bei 2.000 US-Dollar liegen. Wie auch immer: Während ich diese Zeilen schreibe, notiert die Anleihe etwas unter Nominalwert, im Bereich 99%. Sieht das nach einem lohnenden Investment aus?
Glencore-Chart: finanztreff.de
Nicht übersehen: Diese Anleihe notiert in US-Dollar. Das ist für Anleger(innen) aus einem anderen Währungsraum ein Risiko. Denn was bringen z.B. diese 4% Zinsen pro Jahr, wenn der US-Dollar im gleichen Zeitraum z.B. 5% abwertet? Es gilt, in der Heimatwährung zu rechnen. Und das Rating von Glencore wird mit BBB angegeben von S&P. Nicht, dass ich den Rating-Agenturen besonders vertrauen würde, aber dennoch ist mir ein hohes Rating lieber als ein niedriges. Und eine ganz andere Frage ist es, ob man einem Unternehmen wie Glencore (das mehrfach wegen massiver Umweltverschmutzung und Menschenrechtsverletzungen in der Kritik war) überhaupt Geld leihen möchte. Muss jeder selber wissen natürlich.
Und hier noch das Zitat zum Tag:
„Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie.“ – Stanislaw Jerzy Lec
Ein Beitrag von Michael Vaupel
Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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