Ein erster Erholungsversuch am Dienstag war nicht von langer Dauer und endete schließlich mit einem Dax-Schlusskurs unterhalb von 10.400 Punkten. Zur Wochenmitte kämpft der heimische Leitindex nun um die Behauptung dieser Preisschwelle. Am späten Vormittag vermag das hiesige Börsenbarometer noch festes Terrain zu sondieren.
Wohl und Wehe korreliert in diesem Kontext mit der Entwicklung der Wallstreet, die auch gestern wieder den Takt vorgab. Letztere schloss am Vortag abermals hinter dunkelroten Vorzeichen. Dabei wird das Kursgeschehen hüben wie drüben von Spekulationen auf eine zeitnahe Zinserhöhung seitens der Fed geprägt. Sich zuletzt widersprechende Äußerungen renommierter Fed-Repräsentanten über die geldpolitische Marschroute haben die Volatilität in den vergangenen Handelstagen deutlich anziehen lassen. Und bis zum nächste Woche anstehenden Zinsentscheid der Federal Reserve dürfte diese Unsicherheit anhalten.
Aus charttechnischer Perspektive findet sich knapp unterhalb von 10.500 Punkten eine jüngst gerissene Support-Region, die nun als erster Widerstand auf dem weiteren Weg gen Norden fungiert. Zudem findet sich in diesem Umfeld die ehemalige langfristige Abwärtstrendlinie aus April 2015. Darüber wartet dann das Jahreshoch bei 10.800 Punkten. Sollte sich die am Donnerstag gestartete Korrekturbewegung dagegen ausweiten, liegt die nächstgelegene signifikante Unterstützungszone per 200-Tageslinie (MA200) knapp oberhalb von 10.000 Zählern.
Zur Stunde notiert der Dax bei 10.425 Punkten 0,4 Prozent fester. Der Euro präsentiert bei derzeit 1,1234 US-Dollar ein Plus von 0,1 Prozent. Gold rückt aktuell um 0,4 Prozent auf 1.323 US-Dollar je Feinunze vor.