Marktteilnehmer hatten auf eine weitere Forcierung der expansiven Geldpolitik Mario Draghis gehofft, doch der oberste Währungshüter der Euro-Zone hielt die Füße still. Weder eine zeitliche Verlängerung oder Volumenerhöhung des monatlich 80 Milliarden schweren Anleihekaufprogramms wurde verkündet, noch eine Ausweitung auf weitere Anlageklassen beschlossen.
Damit blieb der erhoffte Aufwärtsimpuls und potentielle Ausbruch aus der Seitwärtsrange am gestrigen Tag aus und der heimische Leitindex schloss in der Folge hinter dunkelroten Vorzeichen. Und auch im heutigen frühen Handel tendiert der Dax weiter gen Süden. Die bereits mehrwöchige Konsolidierungsphase dürfte damit ein weiteres Kapitel aufschlagen.
Zudem lasten schwache deutsche Außenhandelsdaten auf dem Kursgeschehen. Rund zehn Prozent haben die Ausfuhren im Juli 2016 gegenüber dem Vorjahr nachgegeben. Allerdings gilt in diesem Kontext zu berücksichtigen, dass der Exportüberschuss aus dem Juli 2015 einen absoluten Rekordwert darstellte.
Zur Stunde notiert der Dax bei 10.656 Punkten 0,2 Prozent schwächer. Der Euro präsentiert bei momentan 1,1275 US-Dollar ein Minus von 0,1 Prozent. Gold verliert 0,2 Prozent auf derzeit 1.336 US-Dollar je Feinunze.