Die Signale werden anhand des so genannten Double Cross-Over-Verfahrens generiert. Für ein Kaufsignal muss der kürzere Durchschnitt die längere Glättungslinie von unten nach oben schneiden. Umgekehrt entsteht folglich ein Verkaufssignal.
Adidas mit mittelfristigen Kaufsignal
Das hier beschriebene Handelskonzept eignet sich hervorragend für den physischen Aktienhandel. Bei den Beispielen werden wir auf deutsche Dividendentiteln auf Monatsbasis eingehen. Das Trading-System kann aber auch auf andere Zeitebenen angewendet werden.
Im ersten Chart ist die adidas-Aktie zu sehen. Bei den Anteilsscheinen des heimischen Sportartikelherstellers hatte die gewichtete 10-Monats-Durchschnittslinie die 20-Monats-Glättungslinie im Juni 2015 von unten nach oben gekreuzt. Zum Eröffnungskurs des darauf folgenden Monats wurde der DAX-Wert zu 70,10 EUR ins Depot gelegt. Die Berechnung des Kursziels war recht einfach. Dieses lag 20% über dem Hoch der Signalkerze von Juni des vergangenen Jahres und betrug 87,30 EUR. Der Stopp-Loss wurde 10% unterhalb des Tiefs der besagten Signalkerze bei 61,30 EUR platziert. Der mögliche Verlust hätte 8,80 EUR betragen. Auf diesem Weg erhalten wir ein Chancen-Risiko-Verhältnis von 2:1. Im adidas-Monatschart ist zu sehen, dass es wie erwartet in die gewünschte Richtung ging. Das Kursziel von 87,30 EUR wurde im November des gleichen Jahres erreicht. Der Trader hat nun zwei Möglichkeiten. Zum einen kann die Position dann geschlossen werden. Zum anderen könnte die gewichtete 10-Monats-Durchschnittslinie als variabler Stop-Loss fungieren. In diesem Beispiel notiert die adidas-Aktie oberhalb der Glättungslinie. Erst bei einem Rutsch darunter sollte der Wert verkauft werden.