Lufthansa: Darauf muss man sich erst einmal einstellen… (Marc Schmidt)

Gemeinsam mit den Bankenwerten gehörte die Lufthansa-Aktie (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125) am Dienstag zu den Hinterbänklern im DAX. Neben dem schwachen Gesamtmarktumfeld wurden auf Anlegerseite auch die Halbjahreszahlen und die unsicheren Aussichten negativ aufgenommen.

Dabei hatte die Kranich-Airline Investoren bereits in der Vorwoche mit einer gesenkten Prognose verschreckt. Statt eines „leicht über Vorjahr“ liegenden Adjusted EBIT rechnet man für 2016 nun mit einem Ergebnis „unter Vorjahr“. Ein wichtiger Grund dafür seien die Terroranschläge in Europa und die wirtschaftlichen Unsicherheiten, die die Vorausbuchungen auf Langstrecken nach Europa deutlich belasten würden.

Außerdem hat es die Lufthansa seit einiger Zeit mit einem sinkenden Preisniveau und Problemen bei der Frachtsparte Lufthansa Cargo zu tun. Niedrigere Treibstoffkosten sind in diesem Umfeld nur ein schwacher Trost. Auch die Ankündigung von Konzernchef Carsten Spohr, die geplanten Effizienzsteigerungen noch konsequenter voranzutreiben, war kein besonders großer Trost.

Angesichts solcher Aussichten rutschte die Lufthansa-Aktie am Dienstag in die Tiefe. Damit sieht das schon günstige Papier für Schnäppchenjäger noch attraktiver aus. Das Problem dabei: Es sieht nicht so aus, als sollten die Unsicherheiten so schnell verschwinden. Schließlich muss sich laut Spohr die gesamte Branche auf ein schwieriges zweites Halbjahr 2016 einstellen.

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(02.08.2016)

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Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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