Dies war der Startschuss für eine technische Gegenbewegung. Innerhalb weniger Tage konnte der DAX mehr als 600 Indexpunkte gut machen.
Allerdings hatten die Anleger nicht die Rechnung mit dem 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 9.742 Zählern gemacht. Der Widerstand konnte nicht signifikant überwunden werden. Anschließend musste sich das heimische Börsenbarometer zurückziehen. Die Erholung fand ein schnelles Ende. Nun könnte erneut der mittelfristige und aus dem Jahr 2009 stammende Aufwärtstrend bei aktuell 9.140 Punkten in den Mittelpunkt der technisch orientierten Anleger geraten.
Nach oben scheint das Tor verschlossen zu sein. Gleich mehrere Widerstände stellen sich derzeit den Bullen in den Weg. Die erste Hürde bei 9.742 Zählern wurde bereits genannt. Bei momentan 9.880 Punkten liegt im Tageschart die obere Abwärtstrendkanallinie. Anschließend folgen die Barrieren bei 9.947 Zählern (fallender gewichteter 200-Tage-Durchschnitt), die alt bekannte psychologische Marke bei 10.000 Punkten sowie das 50%-Retracement bei 10.066 Zählern. Dies sind aber nicht einzigen Hürden, die es zu überspringen gilt. Bei 10.389 Punkten sind auf dieser Zeitebene das 38,2%-Fibonacci-Level und bei derzeit 10.650 Zählern die seit April 2015 intakte Abwärtstrendlinie auszumachen.