Österreicher mit Notiz in Deutschland und erneut erhöhten Prognosen.
Vorredner AT&S ist 1999 an die Börse gegangen, bet-at-home.com wurde 1999 gegründet und ist heute ein Online-Sportwettenanbieter mit Niederlassungen in Österreich, Malta, Gibraltar und Deutschland, im Entry Standard Markt in Frankfurt erfolgt auch die Börsenotiz. Und man ist erfolgreich: 2014 legte die Aktie 70% zu, 2015 bisher rund 35%, man ist auch jeweils „Best“ der internationalen Peer Group gewesen. Die Börsenumsätze steigen ebenfalls, bet-at-home.com könnte man (wäre das Unternehmen in Wien gelistet) damit durchaus zu den mittelfristigen ATX-Kandidaten zählen.
Doch ein Wien-Listing ist für IR-Chef Klaus Fahrnberger aktuell kein Thema, man sei mit Frankfurt sehr zufrieden, auch die Sponsoring-Highlights im Jahr 2015 wären mit Hertha BSC Berlin und Schalke 04 zwei deutsche Kultclubs. Insgesamt stehe Europa im Fokus, man sehe sich als starker Partner des europäischen Spitzensports mit hohem Bekanntheitsgrad in den europäischen Kernmärkten, verfüge über 267 Mitarbeiter und mehr als 4,1 Mio. registrierte Kunden, so Fahrnberger im Reitersaal. Im 1. Halbjahr habe man im Kerngeschäft Sportwetten zu mehr als 173.000 Events in mehr als 75 Sportarten angeboten. „Fußball dominiert hier klar, dahinter Tennis“, sagt Fahrnberger, der auf ein Kundenservice in mittlerweile 17 Sprachen hinwies. Bei den Livewetten, dem wesentlichstem Wachstumstreiber der Branche, habe man 33.500 Events im 1. Halbjahr abgewickelt. Hier kämen vor allem die Smartphones und Tablets ins Spiel. „Zum Halbjahr wurden bereits 18 Prozent der Brutto-Wett- und Gamingerträge über Mobile Devices generiert.“ Das werde sich durch die klare Tendenz zum ortsunabhängigen 24/7-Gaming noch verstärken.
Im Online Gaming biete man eine breite Palette von Casino, Live-Casion, Games, Virtual und Poker an. Das Thema Lizenzierung incl. Wettgebühren und Glücksspielabgaben wurde von Fahrnberger ebenfalls gebracht, denn nur so könne man Rechtssicherheit haben. Anfang 2015 habe sich der umsatzsteuerliche Leistungsort innerhalb der EU dahingehend geändert, dass der „Sitz des Kunden“ entscheidend sei, nicht mehr der Sitz des Unternehmens. Bei unverändertem regulatorischen Umfeld gehe man von einem vs. 2014 leicht erhöhten Brutto-Wett- und Gamingertrag aus, man hat die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2015 erhöht, ein EBITDA von 25 Mio. Euro erscheine bei unverändertem Umfeld realistisch. „Wir sind zu 100 Prozent eigenfinanziert, haben keine Schulden.
Die Analysten-Einschätzungen für die Aktie liegen trotz der eingangs erwähnten starken Performance durchwegs im Buy-Bereich.
Siehe auch: Das war unsere ATX-Kandidaten-Roadshow im Reitersaal der OeKB (Christian Drastil)
Fotos: BSN / finanzen.at Roadshow Börse Wien, Teil 1 - BSN / finanzen.at Roadshow Börse Wien, Teil 2
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