Mit klaren Verlusten musste die heimische Börse gestern schliessen, der ATX konnte sich aber deutlich von seinem Tagestief erholen und den Rückgang auf 1,7% reduzieren. Die schwache Anlegerstimmung in Europa schwappte auch auf den Wiener Markt über, die weiter gestiegenen US-Anleiherenditen und damit verbundene Umschichtungen belasteten international die Aktienkurse. Es waren nicht nur die steigenden Renditen, auch die Lieferkettenproblematik und zunehmende Inflationssorgen liessen auf den Stirnen der Anleger Sorgenfalten entstehen, dazu kam der im Raum stehende Kollaps des chinesischen Immobilienriesen Evergrande und weitere Meldungen über Zahlungsschwierigkeiten von Unternehmen aus diesem Sektor. Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen war gestern wieder einmal sehr dünn. Die Banken bewegten sich nach dem starken Vortag nur wenig, die Bawag endete mit einem Anstieg von 0,1%, die Erste Group konnte um 0,5% vorrücken und für die Raiffeisen Bank gab es ein Plus von 0,4%. Die kleinere Addiko Bank musste weiter abgeben und endete auch gestern mit einem Rückgang, dieses Mal von 2,2%. Bei den Ölwerten kam es zu deutlichen Gewinnmitnahmen nach den guten Zuwächsen in jüngster Zeit, OMV musste 1,9% tiefer schliessen, Schoeller-Bleckmann musste gleich 3,3% abgeben. Schwach waren auch die Versorger, die EVN konnte die Verluste mit einem Minus von 1,1% noch einigermaßen in Grenzen halten, für den Verbund ging es aber um 3,5% nach unten. Schwächster Titel des gestrigen Handels war AT & S, nach dem guten Anstieg des Vortags gab es gestern wieder einen Rückgang von 3,9% zu verkraften. Verkauft wurde auch AMAG, der Aluminiumkonzern endete 3,4% tiefer als am Vortag, auch Semperit war schwach und musste in gleichem Ausmaß abgeben. Stärkster Titel des gestrigen Handels war der Flughafen Wien mit einem Anstieg von 1,1%, auch die Vienna Insurance Group war durchaus gesucht und konnte in dem schwachen Umfeld um 1,0% vorrücken. Insgesamt konnten sich nur sechs Titel verbessern, dazu gehörten auch CA Immo mit einem Zuwachs von 0,4% und Mayr-Melnhof, wo es ebenfalls um 0,4% nach oben ging.
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