FX/Zinsen: Die US-Börsen haben gestern den "Risk-On"-Schalter bereits ganz fest gedrückt, an den Devisenmärkten lässt die "Hurra, die Gams"-Stimmung noch etwas auf sich warten. Vorerst bleiben die sicheren Häfen weiter gesucht, wenn auch eine dezente Erleichterung zu bemerken ist, die jedoch auf die Emerging Markets-Währungen noch nicht übergegriffen hat, denn hier ist nach wie vor "don't touch!" die Devise. Ebenfalls unter Druck geriet gestern der US-Dollar, wofür in erster Linie der gemeinsame Aktionismus von Regierung und Fed verantwortlich zeichnete. Der Ankündigung von Fed-Chairman Powell vom Freitag, alle notwendigen Maßnahmen ergreifen zu wollen, um die Wirtschaft vor den unmittelbarsten Auswirkungen der Corona-Pandemie schützen zu wollen, folgte die Botschaft, dass die Finanzminister der G 7 heute eine Telefonkonferenz abhalten werden, um gemeinsame Aktionen zu beraten. Diverse Notenbanker werden an dem von Trump und Mnuchin geleiteten Meeting ebenfalls teilnehmen, mit einem Schlagzeilen-Gewitter am frühen Nachmittag ist also zu rechnen. Die Reserve Bank of Australia hat ihr heutiges Meeting bereits genutzt, um vorzupreschen, und hat die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf das Rekordtief von 0,5 % gesenkt. Mindestens das Doppelte wird von der Fed erwartet, kein Wunder also, dass der Greenback gestern geradezu verprügelt worden war. EUR/USD legte im Tagesverlauf gut 150 Stellen zu und blies erst bei 1,1185 zum Rückzug. Eile mit Weile kann ich da nur raten, heute Morgen sieht das Ganze bei 1,1120 schon wesentlich annehmbarer aus. Für's erste scheint sich aber Donald Trump mit seiner Kritik am festen Greenback durchgesetzt zu haben. Unverändert zu gestern, vielleicht sogar "um's Kennen" noch flacher, harren die Zinskurven der Stimuli, die den Geldpolitik-Verantwortlichen da heute einfallen dürften, so stehen Deutsche Bünder aktuell bei -0,62 %.
Aktien/Commodities: Hoffnungen auf Konjunkturstimuli verhelfen heute den meisten Börsen in Asien zu einer Erholung, wobei diese bei weitem nicht so fulminant ausfällt wie gestern an der Wall Street. Dort sprang der Dow-Jones-Index um 5.1 % nach oben, der höchste, in Punkten je gemessene Tageszuwachs der Geschichte. Aus Sicht der Industriestaaten-Organisation OECD ist die Coronavirus-Epidemie die größte Gefahr für die globale Wirtschaft seit der Finanzkrise 2008/09. Sollte sich die Lage nicht bessern und immer weitere Länder betroffen sein, könnte das weltweite Wachstum dieses Jahr auf etwa 1,5 % halbiert werden, mit ein Grund für die bereits erwähnte Telefonkonferenz. Die Ölpreise legen mit der Hoffnung auf tiefere Fördereinschnitte der OPEC weiter zu. Analysten erwarten, dass die so genannte OPEC+ eine niedrigere Förderquote ankündigen wird, wobei im Durchschnitt mit einer Senkung um 750'000 Barrel pro Tag gerechnet wird. Ob das ausreicht, um den Markt zu stabilisieren und die Volatilität der Ölnotierungen zu zügeln – die auf den höchsten Stand seit über einem Jahr gestiegen ist – bleibt abzuwarten. Der Goldpreis hat seinen Aufwärtstrend wieder aufgenommen und läuft auf den zweiten Tag mit Gewinnen zu.
Corona: Die US-Regierung gibt bekannt, dass sie führende Pharmaunternehmen zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Impfstoffes und von Medikamenten zur Behandlung des Coronavirus verpflichtet hat. Und auch das löst Corona aus: Der chinesische Tech-Konzern Tencent verlängert die Garantie für die Spielekonsole Nintendo Switch um sechs Monate für Geräte, die vor dem 31.März in China offiziell gekauft wurden bzw. werden. Google und Twitter weisen Teile ihrer Belegschaft an, von zu Hause aus zu arbeiten. Bei Google sind alleine in Dublin (alle) 8000 Mitarbeiter betroffen...
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