bwin, ING-DiBa (Christian Drastil)

U.a. Zeilen hab ich gestern für den BE geschrieben, passen heute für mich auch noch ...

Das Geschehen rund um die bwin-Aktie hat sich in der Tat etwas beruhigt, trotzdem wird der 28er-Magnet wohl nicht allzu lange halten. Aber was weiss man schon.

Viel ist jedenfalls zuletzt darüber diskutiert worden, ob (nach dem schwachen Hold im Q2) nun eine „Wettkrise“ eingetreten ist. Ist sie nicht, das Geld wird halt später (jetzt im Q3) verloren und die bwin-IR hat auch bestätigt, dass es keine „Gewinnmitnahmen“ (durch Abzug von Cash) gegeben habe. Ausserdem geht es ja nicht um Verluste aus dem Wettgeschäft, sondern um geringer als erwartete Gewinne, die die Sponsoring-Kosten nicht ausgleichen konnten.

Die Zusammenhänge zwischen Marke, Werbung, Risiko (Quotenschlüssel, Quoten), Umsatz und Ergebnis sind durchaus komplex. Man müsste die Möglichkeit haben, laufend die Auswirkungen einzelner „Stellschrauben" auf „das Buch“ zu beobachten. Und wer hat diese Möglichkeit schon?

Am ehesten vergleichbar (stark vereinfachend und das Quotenrisiko ausser Acht lassend) ist der Bookie-Markt mit dem Direktbanken-Markt.

Kann man die Hand dafür ins Feuer legen, dass die ING-DiBa auch in 5 Jahren noch Marktführer ist? Sobald der Kunde die Online-Hürde überwunden hat, kann mit besseren Zinsen und ein bissl Marketing gefischt werden. Die Markenbindung ist im Internet nicht sehr hoch.

Die Attraktivität des Angebots zählt.

Stay tuned.

(25.08.2006)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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