30.04.2012

Fichtinger


Markus Fichtinger
Ein paar Wochen bevor der große österreichische Ökonom Ludwig von Mises diese Welt verlassen musste, kam ich 1973 eben auf dieser an. Aufgewachsen bin ich als echter Wiener in einem Gemeindebau in Atzgersdorf (Ortsteil des XXIII. Bezirks). Eine prägende Zeit und aufschlussreich genug um kein Sozialdemokrat zu werden.

Die AHS-Matura habe ich dann am Gymnasium in einem anderen typischen Wiener Biotop absolviert, dem wunderbaren XII. Wiener Gemeindebezirk, namens Meidling. Den Behauptungen über die mangelnde soziale Durchlässigkeit des österreichischen Bildungssystems zum Trotz absolvierte ich danach das Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien und wehrte auch hierbei entsprechende Ideologisierungsversuche seitens mehrheitlich links denkender Studienkollegen (u.a. der heutige StS Andreas Schieder) und ihrer Organisationen („Roter Börsenkrach“) erfolgreich ab. Im Gegenteil: Anschließend absolvierte ich noch einen zwei-jährigen Post-Graduate-Lehrgang am Institut für Höhere Studien (IHS) in Quantitativer Finanzwirtschaft und wurde dabei u.a. vom heutigen IV-Chefökonomen Christian Helmenstein oder dem legendären Options-Theoretiker Robert Tompkins unterrichtet.

Im Jahr 2000 begann dann mein voller Einstieg ins Berufsleben. Nach einigen Monaten als wirtschaftspolitischer Berater des II. Präsidenten des Nationalrates durfte ich mein fundiertes theoretisches Wissen über Finanzmärkte als Manager des Börse-Start-Ups NEWEX Börse AG in die Tat umsetzen. Auch wenn wir den Börsestart im Herbst 2000 (das Jahr des Platzens der New Economy Bubble) erfolgreich über die Bühne brachten, zeichnete sich schon bald ab, dass die Konzentration des Handels mit Wertpapieren aus der CEE-Region zwar eine gute und richtige Idee war, aber für einen unternehmerische Erfolg dann doch zu wenig ist.

Deshalb war ich sehr froh und dankbar für die Chance ab Mai 2001 als Geschäftsführer des Aktienforums die erst- (und letzt-)malig in diesem Ausmaß vorhandende politische Bereitschaft eine aktive Kapitalmarktpolitik zu betreiben ausnützen konnte. Gemeinsam mit der Wiener Börse und dem Regierungsbeauftragten für den Kapitalmarkt Dr. Richard Schenz konnten zahlreiche Initiativen auf legistischer Ebene (z.B. Zukunftsvorsorge, Reform der FMA, Corporate Governance Kodex, Übernahmegesetz) und sonstiger Art (Investorenbeirat der Wiener Börse, Kuratorium für den österreichischen Kapitalmarkt, mid market) erfolgreich umgesetzt werden. Das Aktienforum selbst wurde zu einer ernsthaften Interessenvertretung der heimischen börsenotierten Unternehmen, auch auf EU-Ebene (als Mitgründer des EU-Emittentenverbandes EuropeanIssuers), und zu einer Plattform der Kapitalmarktteilnehmer durch neue Eventformate wie den Aktienforum-BörseExpress Roadshows, dem Austrian Equity Day, dem Kapitalmarkt-Gespräch oder dem Financial Community Club. Die Herausgabe zahlreicher Publikationen (z.B. Handbuch Börsegang, Handbuch Corporate Governance, 20 Argumente für das Investieren in Österreich) rundeten meine Aktivitäten zur Förderung eines breiten und funktionierenden Kapitalmarktes ab.

Ab 2007 drehte sich nicht nur die Stimmung am Markt. Auch wirtschaftspolitisch zeigte die „Nadel“ nach unten. Die schleichende Demontage des Regierungsbeauftragten, die Zu-Tode-Reformierung der Zukunftsvorsorge und der Mittelstandsfinanzierungs-AG und schließlich  - als ultimativen Todesstoss für einen heimischen Privatanleger-Markt - die Einführung der Wertpapier-KESt zerstörten zehn Jahre an Aufbauarbeit. Deshalb war ich froh ab September 2010 im Bereich Finanzpolitik der Industriellenvereinigung mich mit (anderen) steuer- und bugetpolitischen Fragen für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich einsetzen zu dürfen.

Als Privatinvestor und wirtschaftlicher Beobachter in der Tradition der Österreichischen Schule der Nationalökonomie freue mich nun ich meine Gedanken mit den Usern von christian-drastil.com teilen zu dürfen.

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Ein paar Wochen bevor der große österreichische Ökonom Ludwig von Mises diese Welt verlassen musste, kam ich 1973 eben auf dieser an. Aufgewachsen bin ich als echter Wiener in einem Gemeindebau in Atzgersdorf (Ortsteil des XXIII. Bezirks). Eine prägende Zeit und aufschlussreich genug um kein Sozialdemokrat zu werden.

Die AHS-Matura habe ich dann am Gymnasium in einem anderen typischen Wiener Biotop absolviert, dem wunderbaren XII. Wiener Gemeindebezirk, namens Meidling. Den Behauptungen über die mangelnde soziale Durchlässigkeit des österreichischen Bildungssystems zum Trotz absolvierte ich danach das Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien und wehrte auch hierbei entsprechende Ideologisierungsversuche seitens mehrheitlich links denkender Studienkollegen (u.a. der heutige StS Andreas Schieder) und ihrer Organisationen („Roter Börsenkrach“) erfolgreich ab. Im Gegenteil: Anschließend absolvierte ich noch einen zwei-jährigen Post-Graduate-Lehrgang am Institut für Höhere Studien (IHS) in Quantitativer Finanzwirtschaft und wurde dabei u.a. vom heutigen IV-Chefökonomen Christian Helmenstein oder dem legendären Options-Theoretiker Robert Tompkins unterrichtet.

Im Jahr 2000 begann dann mein voller Einstieg ins Berufsleben. Nach einigen Monaten als wirtschaftspolitischer Berater des II. Präsidenten des Nationalrates durfte ich mein fundiertes theoretisches Wissen über Finanzmärkte als Manager des Börse-Start-Ups NEWEX Börse AG in die Tat umsetzen. Auch wenn wir den Börsestart im Herbst 2000 (das Jahr des Platzens der New Economy Bubble) erfolgreich über die Bühne brachten, zeichnete sich schon bald ab, dass die Konzentration des Handels mit Wertpapieren aus der CEE-Region zwar eine gute und richtige Idee war, aber für einen unternehmerische Erfolg dann doch zu wenig ist.

Deshalb war ich sehr froh und dankbar für die Chance ab Mai 2001 als Geschäftsführer des Aktienforums die erst- (und letzt-)malig in diesem Ausmaß vorhandende politische Bereitschaft eine aktive Kapitalmarktpolitik zu betreiben ausnützen konnte. Gemeinsam mit der Wiener Börse und dem Regierungsbeauftragten für den Kapitalmarkt Dr. Richard Schenz konnten zahlreiche Initiativen auf legistischer Ebene (z.B. Zukunftsvorsorge, Reform der FMA, Corporate Governance Kodex, Übernahmegesetz) und sonstiger Art (Investorenbeirat der Wiener Börse, Kuratorium für den österreichischen Kapitalmarkt, mid market) erfolgreich umgesetzt werden. Das Aktienforum selbst wurde zu einer ernsthaften Interessenvertretung der heimischen börsenotierten Unternehmen, auch auf EU-Ebene (als Mitgründer des EU-Emittentenverbandes EuropeanIssuers), und zu einer Plattform der Kapitalmarktteilnehmer durch neue Eventformate wie den Aktienforum-BörseExpress Roadshows, dem Austrian Equity Day, dem Kapitalmarkt-Gespräch oder dem Financial Community Club. Die Herausgabe zahlreicher Publikationen (z.B. Handbuch Börsegang, Handbuch Corporate Governance, 20 Argumente für das Investieren in Österreich) rundeten meine Aktivitäten zur Förderung eines breiten und funktionierenden Kapitalmarktes ab.

Ab 2007 drehte sich nicht nur die Stimmung am Markt. Auch wirtschaftspolitisch zeigte die „Nadel“ nach unten. Die schleichende Demontage des Regierungsbeauftragten, die Zu-Tode-Reformierung der Zukunftsvorsorge und der Mittelstandsfinanzierungs-AG und schließlich  - als ultimativen Todesstoss für einen heimischen Privatanleger-Markt - die Einführung der Wertpapier-KESt zerstörten zehn Jahre an Aufbauarbeit. Deshalb war ich froh ab September 2010 im Bereich Finanzpolitik der Industriellenvereinigung mich mit (anderen) steuer- und bugetpolitischen Fragen für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich einsetzen zu dürfen.

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