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ATX-Trends: Heute steht die Sitzung der EZB im Fokus (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)


  • Am Tag vor der Sitzung der EZB präsentierten sich die europäischen Börsen vorwiegend freundlich und schlossen den Tag mit leichten Zuwächsen. Vor allem Wirtschaftsdaten aus den USA, die Rückschlüsse auf eine robuste Wirtschaftsdynamik zuliessen, gaben den nötigen Rückenwind. Der am Vortag stark gebeutelte Sektor der Autobauer erwies sich gestern als Zugpferd mit einem Zuwachs von 1,7%. Spitzenreiter der Branche waren Daimler mit 3,2% Gewinn und FiatChrysler mit rund 4,0% Zuwachs. Während die Stuttgarter von guten Absatzzahlen im August profitierten, half dem italienischen Hersteller eine Kaufempfehlung von Barclays. Schlusslicht in der Branchenübersicht war Tourismus und Luftfahrt mit einem Minus von knapp 0,5%. Auch die Versicherer waren belastet, vor allem durch die drohenden hohen Schäden durch die Wirbelstürme in der Karibik, und gaben 0,4% ab. Der französische Staat verringerte seine Beteiligung an Engie, Anleger reagierten darauf positiv und brachten die Papiere des Versorgers 3,1% nach oben. Hugo Boss vermeldete positive Reaktionen der Kunden auf die Frühlings- und Sommerkollektion für das nächste Jahr und konnte sich über eine 3,8% höhere Notierung freuen.
     
  • Die Investoren in Wien wollten sich nicht ganz an der allgemein guten Stimmung beteiligen, der ATX gab knapp mehr als 0,2% ab. Neue Unternehmensnachrichten waren dünn gesät. Schoeller-Bleckmann profitierte vom deutlich höheren Ölpreis und legte 2,1% zu, OMV konnte daraus kein Profit schlagen und beendete den Handel 1,1% tiefer. Gesucht waren auch die Papiere von Lenzing , der Faserhersteller konnte 2,0% dazugewinnen. Conwert und Flughafen Wien müssen den ATX mit 18. September verlassen, ihr Platz im Index wird von S Immo und Agrana eingenommen werden.
     
  • Das Handelsbilanzdefizit in den USA war im Juli geringer als erwartet ausgefallen, die Stimmung außerhalb des Verarbeitenden Gewerbes hatte sich im August wieder verbessert, nachdem sie um Juli deutlich gesunken war. Und da die Sorgen um die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA etwas in den Hintergrund rückten, konnten alle drei grossen Indices den Tag mit leichten Zugewinnen beenden. Die Suchmaschine Trivago musste die Ziele für das laufende Geschäftsjahr senken, Investoren reagierten auf diese Nachricht verschreckt was ein Minus von 16,3% für die Papiere bedeutete. Die Fluggesellschaft United Continental litt unter höheren Treibstoffkosten und Ausfällen durch die Hurricans, die Aktien sackten 1,3% ab. Intel profitierte von der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes dass der Streit um das Milliarden-Bußgeld der EU-Kommission neu aufgerollt werden muss und war mit einem Plus von 2,1% einer der stärksten Performer im Dow Jones. United Technologies war mit einem Minus von mehr als 1,4% der größte Verlierer im Index, Fitch erwägt die Kreditwürdigkeit des Unternehmens nach der geplanten Fusion mit Rockwell Collins zu senken.
     
  • Öl erholt sich weiter, die Produktionsausfälle durch die Wetterkapriolen werden höher als erwartet angenommen, Brent legte 1,5% zu, WTI schloss 1,0% stärker. Gold bleibt nach wie vor stark, auch wenn es gegen Abend zu einigen Einbußen kam und das Edelmetall leicht schwächer bei 1.334 US-Dollar gehandelt wurde. Weiter im Höhenflug verbleibt der Euro, in einem volatilen Handel kletterte die Gemeinschaftswährung bis zur Marke von 1,195 zum US-Dollar, gegen Abend wurde das Währungspaar dann bei rund 1,192 gehandelt.
     
  • Vorbörslich sind die europäischen Börsen leicht positiv indiziert. Die asiatischen Märkte schließen mehrheitlich im Plus. Von der Makroseite steht heute die Sitzung der EZB im Fokus. Von der Unternehmensseite ist es relativ ruhig heute.

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(07.09.2017)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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