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ATX-Trends: Post, FACC, RBI, Uniqa ... (Wiener Privatbank)

Einerseits stützte der Euro die Stimmung - er fiel deutlich auf 1,1864 Dollar, nachdem er noch am Montag fast die 1,20er Marke berührt hatte. Auf der anderen Seite belasteten stark steigende Renditen nach neuen gut ausgefallenen US-Konjunkturzahlen. An der Spitze der Gewinner standen die Ölwerte. Ihr Branchenindex gewann 0,9 Prozent. "Alle Welt wartet auf einen Rückschlag bei den Ölpreisen, doch dieser bleibt wegen der politischen Unsicherheit um den Nahen Osten und den Iran aus", sagte ein Händler. BP stiegen um 1,2 Prozent und Royal Dutch um 1,1 Prozent. Unter Druck stand dagegen die Telekombranche. Deren Index verlor 2,0 Prozent, stark belastet von Vodafone und vor allem Iliad. Vodafone rutschten um 4,3 Prozent ab, nachdem Unternehmenschef Vittorio Colao überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte. Das drängte die laut Marktteilnehmern guten Quartalszahlen in den Hintergrund. Der ATX gewann 0,5%, gekauft wurden RBI (+4,5 Prozent), Uniqa (+3,1 Prozent), Schoeller-Bleckmann (+3,0 Prozent).

Ein starker Anstieg der Anleiherenditen in Reaktion auf gut ausgefallene Konjunkturdaten belastete die Aktienkurse in den USA leicht. Die Zehnjahresrendite machte einen Satz um 7 Basispunkte nach oben auf 3,07 Prozent. Am Devisenmarkt reagierte der Dollar mit Gewinnen auf breiter Front. Die in Summe diversen guten Konjunkturdaten befeuerten Spekulationen über möglicherweise schneller als bislang erwartet steigende US-Leitzinsen und trieben damit die Renditen. Home Depot büßten 1,6 Prozent ein. Die US-Baumarktkette steigerte ihren Gewinn zwar stärker als erwartet, enttäuschte aber beim Umsatz. Der Kurs des Konkurrenten Lowe's fiel um 1,0 Prozent. Die Tesla -Aktie verlor 2,6 Prozent. Für Druck sorgte laut Marktbeobachtern ein Reuters-Bericht, wonach Tesla den dritten Stopp der Autoproduktion in diesem Jahr vorbereitet um Arbeiten an der Fertigungslinie vorzunehmen. Tesla gelingt es bislang nicht, wie geplant pro Woche 5000 Model-3-Autos zu bauen. Mit dem Modell will Tesla-Chef Musk den Massenmarkt erobern. Neue Daten aus dem US-Immobiliensektor fielen zwar günstig aus, dennoch standen Aktien aus der Hausbaubranche unter Druck. Laut der Branchenvereinigung NAHB sind die Preise für Bauholz auf Rekordhochs gestiegen und zehren an den Gewinnen der Hausbauer.

Vorbörslich sind die europ. Börsen unverändert indiziert.  Die asiatischen Börsen schließen uneinheitlich. Von der Makroseite werden diverse Daten veröffentlicht. Von der Unternehmensseite berichteten in Österreich Öst. Post und FACC (Details siehe unten).

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

Öst. Post

berichte die Ergebnisse zum ersten Quartal 2018. Die Umsatzerlöse der Österreichischen Post verbesserten sich im ersten Quartal 2018 um 0,4 % auf 490,6 Mio EUR. Das Wachstum im Paketgeschäft mit einem Umsatzanstieg von 12,9 % konnte den Rückgang der Umsatzerlöse von 3,5 % in der Division Brief, Werbepost & Filialen kompensieren. Auf Basis der guten Umsatzentwicklung und gepaart mit konsequenter Kostendisziplin lag das Konzern-EBIT mit 56,7 Mio EUR um 4,3 % über dem Niveau des Vorjahres. Positiv wirkte sich die Intensivierung der Logistiksynergien zwischen den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen und Paket & Logistik aus. Das sonstige Finanzergebnis von 1,7 Mio EUR inkludierte einen positiven Beitrag von 3,8 Mio EUR an Beschwerdezinsen aus der Rückforderung der in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten. Somit ergab sich nach Abzug der Ertragssteuern von 16,5 Mio EUR ein Periodenergebnis von 41,8 Mio EUR (+3,5 %). Das Ergebnis pro Aktie betrug 0,62 EUR Der Ausblick wurde bestätigt: für das Geschäftsjahr 2018 geht die Österreichische Post auch weiterhin von einer stabilen Umsatzentwicklung im Konzern aus (Umsatz 2017: 1.938,9 Mio EUR).  Hinsichtlich der Ertragsentwicklung verfolgt die Österreichische Post im Jahr 2018 weiterhin das Ziel der Stabilität im operativen Ergebnis (EBIT 2017: 207,8 Mio EUR).

1. Quartal 2018: Umsatz: 490,6 Mio. (491e); Nettogewinn: 41,8 Mio. (42,7e);

FACC

berichtete heute die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 17/18. Einige Kennziffern wurden bereits am 4. April ad-hoc gemeldet. Wie am 4. April 2018 als „ad hoc“ mitgeteilt erhöhte sich der Konzernumsatz der FACC gegenüber dem Vorjahr um 45,0 Mio. EUR oder 6,4 % auf 750,7 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 63,8 Mio. EUR (Vorjahr: 24,9 Mio. EUR).  Für das Geschäftsjahr 2017/18 schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat die Auszahlung einer Dividende pro Aktie in Höhe von 0,11 EUR.

Der Ausblick wurde bestätigt: Dank der langfristig stabilen Nachfrage bleibt das Erreichen des Umsatzziels von 1 Mrd. Euro gemäß der Konzernstrategie „Vision 2020“ bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020/21 aufrecht.



(16.05.2018)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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