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ATX-Trends: EVN, Agrana, OMV, AT&S, Erste Group (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)


In  Zurückhaltung übten sich gestern die europäischen Investoren vor der US-Zinsentscheidung und liessen die wichtigsten Indices in negatives Territorium abgleiten. Nachgefragt wurden vor allem Aktien aus der Rohstoffbranche, am schwächsten präsentierten sich die Versorger. Hier sorgte die RWE -Tochter Innogy mit einer Gewinnwarnung für deutliche Verkäufe, sowohl Innogy als auch RWE schlossen den Tag rund 13,0% niedriger. Im Zuge der allgemeinen Schwäche musste auch Eon Federn lassen und beendete den Tag mit 4,9% tieferen Notierungen. Lufthansa hat das Übernahmeangebot für FlyNiki auf Grund der ablehnenden Haltung der EU-Kommission zurückgezogen, die Aktie ging nach einigem Auf und Ab mit einem Plus von 1,0% aus dem Handel. ThyssenKrupp konnte dank positiver Analystenkommentare ein Tagesplus von knapp 2,0% erreichen.

Leicht schwächer als das europäische Umfeld präsentierte sich gestern die Börse in Wien, der ATX weitete die Verluste über den ganzen Tag kontinuierlich aus und ging 1,0% tiefer aus dem Handel. Bei Agrana gab es einen Unfall, bei dem Chlorgas ausgetreten ist und insgesamt 37 Personen verletzt wurden, der Titel schloss mit einem kleinen Minus von 0,4%. Flughafen konnte keinen Profit aus einem gestiegenen Passagieraufkommen ziehen und musste 1,8% abgeben. OMV gab den zweiten Tag in Folge ab, der Titel litt noch unter den Nachwirkungen der Gasexplosion und schloss 2,1% schwächer. AT&S litt nach zwei sehr starken Tagen unter Gewinnmitnahmen und musste 4,7% abgeben. Zulegen konnte unter den Schwergewichten VoestAlpine mit 1,0% Plus, Raiffeisen schloss leicht stärker, abgeben hingegen musste Erste Group mit 1,7% Minus sowie auch Andritz mit einem mehr als 1,7% tieferen Schlusskurs.

Relativ unbeeindruckt reagierten die Märkte in den USA auf die Zinsentscheidung der Fed, die Anhebung des Leitzinses war erwartet worden und auch die Ankündigung, im kommenden  Jahr drei Zinsschritte vornehmen zu wollen bedeutete keine Überraschung. Dow Jones und S&P hatten bereits im frühen Handel neue Rekordstände erreicht. Schlussendlich schloss der Dow Jones mit einem leichten Zuwachs, der S&P musste marginal abgeben. Leicht positiv endete auch der Nasdaq -Index. Im Blickpunkt des Interesses stand unter anderem der Deal zwischen Walt Disney und 21st Century Fox, der jetzt wahrscheinlich in geringerem Ausmaß als bisher erwartet erfolgen wird. 21st Century Fox verlor rund 4,0%, Disney konnte leicht zulegen. Caterpillar profitierte von erhöhten Gewinnprognosen durch Goldman Sachs und stand mit einem Plus von 3,6% an der Dow-Spitze. Western Digital hat den Streit mit Toshiba beigelegt und will sogar die Zusammenarbeit ausbauen, Anlegern gefiel diese Nachricht und der Titel schloss 2,3% höher.

Weiter abgeben mussten die Ölpreise, Brent verzeichnete ein Tagesminus von 1,4%, WTI schloss 1,0% schwächer. Gold konnte im späten Handel deutlich dazugewinnen und wurde bei rund 1.255 US-Dollar gehandelt. Dies war im Einklang mit dem nach der Zinsentscheidung gegen den Euro nachgebenden Dollar, der Euro konnte den Tag bei einer Marke von rund 1,182 zum US-Dollar beenden.

Vorbörslich sind die europ. Börsen leicht negativ indiziert. Die asiatischen Börsen schließen uneinheitlich. Von der Makroseite steht heute das Ergebnis der EZB-Sitzung im Fokus, es werden außerdem die PMIs für die Eurozone (Dezember) und US-Konsumdaten gemeldet . Von der Unternehmensseite berichtete heute Früh EVN Ergebnisse.

UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

EVN

Der letzte kalte Winter hat dem niederösterreichischen Versorger EVN im Gesamtjahr 2016/17 mehr Umsatz und ein deutliches Ergebnisplus beschert. Dafür soll auch die Ausschüttung an die Aktionäre erhöht werden, wie schon früher avisiert.

Das Konzernergebnis steigerte die EVN per 30.9. im Jahresabstand um 60,4 Prozent auf 251,0 Mio. Euro, fast
punktgenau auf die vom Unternehmen selbst Anfang November in Aussicht gestellten 250 Mio. Euro. Auch ein positiver Einmaleffekt durch die Einigung mit der staatlichen bulgarischen Stromgesellschaft NEK über strittige Fragen half beim Ergebnisanstieg. Das EBITDA legte um 19,4 Prozent auf 721,6 Mio. Euro zu und das EBIT um 33,2 Prozent auf 346,9 Mio. Euro, wie das börsennotierte Unternehmen Donnerstagfrüh vor
dem Bilanzpressegespräch mitteilte.

Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr um 8,3 Prozent auf 2,216 Mrd. Euro. In allen Versorgungsgebieten - in Österreich und Südosteuropa - habe man im Winter wie im Sommer von außergewöhnlichen Witterungsbedingungen profitiert, der Energiebedarf sei temperaturbedingt hoch gewesen.



(14.12.2017)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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