Volkswagen (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039) sieht sich im Zusammenhang mit der „Diesel-Thematik“ (wie es bei VW offiziell so schön nichtssagend heißt) bekanntlich hohen Forderungen konfrontiert. Das Unternehmen erzielt einen hohen positiven Cash Flow, aus dem man sich gewissermaßen bedienen kann. Interessanterweise konnte sich VW (bzw. deren Tochter) zuletzt aber auch problemlos frische Mittel am Kapitalmarkt besorgen.
So soll es die „bisher größte Kapitalmarkttransaktion der Volkswagen Finanzdienstleistungen“ gegeben haben, teilte der Konzern mit. Es ging dabei um die Platzierung von drei Anleihen mit einem Volumen von beachtlichen 3,5 Milliärdchen Euro.
VW: 3,5 Mrd. Euro neue Schulden durch Platzierung von Anleihen
Interessant dabei: Die Emission war laut VW „mehr als zweifach überzeichnet“. Offensichtlich hat VW also kein Vertrauensproblem im Hinblick auf mögliche Käufer der eigenen Anleihen. Das ist ein positives Zeichen. Zwei der Anleihen haben variable Kupons, die dritte Anleihe (Laufzeit 7,5 Jahre) weist einen Kupon von 1,375% vor. Das liegt bekanntlich unter der Inflationsrate – ich persönlich finde das deshalb uninteressant. Sahen vielleicht auch einige andere so – denn der Emissionskurs lag mit 98,948% unter dem Nominalwert (Stückelung: 1.000 Euro).
Und hier noch das Zitat zum Tag:
„Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.“ – Carmen Sylva
Ein Beitrag von Michael Vaupel
Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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