Der DAX hat seine Rallye-Gewinne am Dienstag weiter ausgebaut und ist mit einem Plus von 0,84% an die 11.300er-Hürde herangelaufen. Nur wenig darüber (bei circa 11.375 Punkten) lauert nun der nächste charttechnische Widerstand, der im ersten Anlauf nur schwer zu knacken sein wird.
Vom aktuellen Stand aus (vorbörslich 11.263 Zähler) ist das Potenzial auf den ersten Blick demnach überschauber, obwohl sich das Chartbild nun wesentlich günstiger als noch vor ein paar Wochen darstellt. Aber genau darin liegt auch das Problem, schließlich hat der DAX seit dem Dezember-Tief bereits 900 Punkte (8,6%) zugelegt – was für einen Zeitraum von nur sieben Handelstagen eine recht ordentliche Distanz ist. Werden die Bullen womöglich Opfer ihres eigenen Erfolges?
Noch scheint die Kaufdynamik jedenfalls nicht abzureißen, weshalb das 2015er-Dezember-Top bei 11.430 durchaus weiter als Ziel in Frage kommt. Idealerweise (und das würde einen Short-Einstieg erleichtern) kommt es noch zu einem weiteren Up-Gap – also einer sogenannten Erschöpfungslücke, die in solchen Marktphasen nicht ungewöhnlich wäre. Trotz der leicht „überkauften“ Tendenz sollte man mit Puts allerdings nicht allzu sorglos agieren, denn der breite (und intakte) Aufwärtstrend kann den DAX auf längere Sicht durchaus noch einmal in Richtung Allzeithoch befördern. Mit Blick auf Nachkauf-Chancen bei 10.930 und 10.775 hoffen wir aber, dass das nicht ohne Umwege passiert.
Quelle: Deutsche Bank AG / X-markets /
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