„Aussitzen“ lautete bis dato das Credo am deutschen Aktienmarkt, doch kurz vor dem italienischen Referendum (Sonntag) wird man scheinbar nervös. Der DAX büßte am ersten Dezember-Handelstag jedenfalls 1% ein und rutschte auf 10.534 ab. Vörbörslich geht es heute Morgen sogar bis auf 10.465 Zähler zurück, womit die Volumenlücke und das 50%ige-Korrekturniveau des Trump-Anstiegs erreicht wurden.
Sind die leichteren Kurse jetzt aber ein Fluch oder doch eher ein Segen? Sprich: Droht jetzt womöglich eine erhöhte Crash-Gefahr oder sind die leichteren Notierungen als lukrative Nachkaufgelegenheit zu verstehen? Grundsätzlich gilt, dass der DAX (aus charttechnischer Sicht) momentan noch vier starke Unterstützungen im Rücken hat. Und das sind neben der bereits angesprochenen Volumenlücke bei 10.485/10.525 die Mai-Trendgerade bei 10.390, der GD200 bei 10.191 und das Level rund um 10.000 Punkte. Erst darunter würde das Chartbild deutlich Schlagseite bekommen, wodurch größere Verkaufssignale aktiviert werden könnten.
Ob sich der DAX aber auch auf längere Sicht von der nach wie vor starken Wall Street abkoppeln wird, bleibt mehr als fraglich. Man sollte daher ebenso berücksichtigen, dass bereits ein Anstieg über 10.650/10.700 Punkte reichen würde, um wieder freundlichere Töne anzustimmen. Gelingt sogar der Sprung über 10.800 Zähler, könnte auch eine Jahresendrallye schnell noch mal zum Gesprächsthema werden.
Quelle: Deutsche Bank AG / X-markets /
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