DAX-Analyse am Morgen: Jahresendrallye noch nicht abgeschrieben (Marc Schmidt)

Die Richtungssuche im DAX ist zum Auftakt der neuen Handelswoche in die nächste Runde gegangen. Mit einem Tageshoch bei 10.727 Punkten konnte sich der deutsche Leitindex zwar vorübergehend ein Stück von der seit Wochen umkämpften Schlüsselstelle bei 10.650 Zählern absetzen, zur Schlussglocke standen aber nur noch 10.685 Punkte (+ marginale 0,2%) auf der Anzeigetafel. Damit sind wir nur einen sehr kleinen Schritt weiter gekommen, denn nach wie vor gilt:

ch846900_20161122Erst bei einem Ausbruch über den Mehrfach-Widerstand oberhalb von 10.800 Zählern könnte so etwas wie eine Art Jahresendrallye ins Laufen kommen und im Idealfall die Kurse noch einmal an oder gar über die 11.000er-Marke hinaus tragen. Doch dafür müssen positive Impulse her, und die finden sich derzeit am ehesten an der Wall Street, wo der Dow Jones und der S&P 500 gestern neue Allzeithochs erreichten. Der Haken dabei:

Nach dem Feiertag am Donnerstag wird am Freitag in Übersee nur verkürzt gehandelt. Das deutsche Börsenbarometer ist daher in der zweiten Wochenhälfte vorwiegend auf sich allein gestellt und muss ohne die Schützenhilfe aus den USA ausgkommen. Droht deshalb eventuell ein Rücksetzer? Vorbörslich sieht es nicht danach aus. Im Gegenteil: Der Markt kann die positiven Vorgaben zunächst nutzen und sich wieder deutlich über 10.700 Punkte schieben. Mit etwas Glück, kann jetzt also doch noch der Sprung über 10.800 gelingen.

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Quelle: Deutsche Bank AG / X-markets /



(22.11.2016)

Rally (c) Martina Draper


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Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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