Jochen Stanzl, 04. März 2016
Die Rally im Deutschen Aktienindex auf knapp 9.900 Punkte nach Veröffentlichung von auf den ersten Blick starken US-Arbeitsmarktdaten währte nur kurz. Genauso schnell ging es dann auch wieder um 160 Punkte nach unten. Wie so oft lohnte sich auch heute der genauere Blick auf die wohl wichtigsten Zahlen aus den USA. Denn die 242.000 neu geschaffenen Stellen waren nur die halbe Wahrheit.
Die durchschnittlichen Wochenlöhne sind im Februar so stark eingebrochen wie nie zuvor. Außerdem bestand ein großer Teil der überraschend guten Arbeitsmarktdaten aus Zuwächsen bei Teilzeitjobs. Damit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die US-Notenbank nicht schon im März weiter an der Zinsschraube dreht.
Die Zweifel an der Stärke der US-Wirtschaft schwächten den US-Dollar, was neue Goldkäufer anlockte. Blackrock stellte wegen zu hoher Gold-Nachfrage sogar den Handel einiger ETFs auf das Edelmetall ein. Der Goldpreis fiel nach den Zahlen zunächst auf 1.250 US-Dollar zurück, um dann wieder um fast 30 US-Dollar nach oben zu springen.
Die Russen versprachen im Januar, die Ölförderung gemeinsam mit Saudi Arabien auf Januar-Niveau einzufrieren, nur um sie im Februar noch weiter zu erhöhen. Dennoch profitiert auch der Ölpreis vom schwachen Dollar und steigt.
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Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.
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