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Zinsentscheid in den USA - Zertifikate auf S&P 500 oder EURO STOXX 50 als Investmentidee (Heiko Geiger)


Bei der FED-Sitzung vergangenen Mittwoch wurde eine Entscheidung um die weitere Entwicklung der Zinspolitik in den USA erwartet. Fest steht, eine Zinserhöhung wird kommen, jedoch wurde der genaue Zeitpunkt noch nicht bekannt gegeben.

Nachdem die Zinsen zum Zweck der Nachfragestimulierung seit 2007 schrittweise bis auf nahezu 0% gesenkt wurden, sollen sie jetzt, nachdem sich das Wachstum in den USA wieder stabilisiert hat, langsam wieder ansteigen. Dahinter steckt die Angst vor einer zu hohen Inflation. Aktuell beträgt die Kerninflationsrate 1,3 %. Sobald erste Anzeichen für eine Annäherung der Kerninflationsrate an das Zielniveau von 2% erkennbar sind, sollen die Zinsen wieder stärker steigen. Für die FED gehört neben der Preisstabilität auch die Vollbeschäftigung zu ihren beiden Hauptzielen. Nachdem das Arbeitsbarometer schneller gefallen ist als von der Fed erwartet und damit die erste Bedingung zum Teil erfüllt wurde, ist die Tür für Zinserhöhungen aufgestoßen.

Gegen eine baldige Zinserhöhung könnte hingegen der starke Dollar sprechen. Während andere Zentralbanken von der Eurozone über Kanada bis nach Australien ihre Geldpolitik eher lockern, plant die USA den Leitzins zu erhöhen. Diese gegenläufigen Entscheidungen sind mitunter ein wesentlicher Grund für die aktuelle Dollarstärke. Der aktuell hohe Wechselkurs verteuert amerikanische Waren im Ausland und könnte dadurch die US-Exporte in Zukunft schwächen. Nachdem die Wachstumsziele von 2,6%-3% auf 2,3%-2,7% korrigiert wurden, könnte FED Chefin Janet Yellen deshalb die Zinsen langsamer als erwartet ansteigen lassen. Ein weiterer Faktor, der gegen eine frühere Zinserhöhung sprechen könnte, ist der Rückgang des amerikanischen PMI's. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) gilt als Frühindikator für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten. Darüber hinaus trübte sich auch die Stimmung am US-Immobilienmarkt überraschend ein. Der NAHB-Hausmarktindex fiel im März um 2 auf 53 Punkte.

Über den Zeitpunkt der Zinserhöhung macht die FED weiter ein Geheimnis. Nachdem der Offenmarktausschuss der FED eine Verkündung der Leitzinserhöhung im April als unwahrscheinlich ansieht, könnte eine erste Anpassung des Leitzins schon in der übernächsten Sitzung des Ausschusses im Juni beschlossen werden. Allerdings wird gemäß Analysten ein späterer Zeitpunkt als wesentlich wahrscheinlicher erachtet. Spätestens bis Ende des Jahres wird der Zinssatz bei 0,5 % - 0,625 % gesehen und läge damit deutlich niedriger als in den Schätzungen im letzten Dezember. Die neuen Prognosewerte für Ende 2016 und 2017 liegen bei 1,875% bzw. 3,125%.

Für Anleger, die eine Verlangsamung oder eine Abschwächung des konjunkturellen Momentums in den USA erwarten, könnten Reverse Bonus-Cap Zertifikate auf den S&P 500® Index eine interessante Anlageform darstellen. Wer jedoch in den geldpolitischen Maßnahmen der EZB die Weichenstellung für eine konjunkturelle Erholung der Europäischen Union sieht und die europäischen Aktienmärke gegenüber den USA nach wie vor als unterbewertet einschätzt könnte sein Portfolio mit Bonus-Cap Zertifikaten auf den EURO STOXX 50® Index ergänzen.

Da die weitere konjunkturelle Entwicklung in den Vereinigten Staaten und in Europa von einer Vielzahl konzernpolitischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Zudem könnte ein abrupter konjunktureller Einbruch zu Kursverlusten führen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.



(25.03.2015)

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Head of Public Distribution, Bank Vontobel Europe AG

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