Bei nur zwei Börseneulingen 2014 ist der Number One Award für eben die Nr. 1 auf den ersten Blick vielleicht ein wenig banal, noch dazu, wo der einzige Konkurrent FACC auch vom ersten Moment an schwächelte und das Jahr 24,67 Prozent unter dem Ausgabepreis abgeschlossen hat. Zudem war die Nr. 1 gar kein echtes IPO, sondern “nur” eine Abspaltung. Banal? Wie gesagt nur auf den ersten Blick: Denn das, was die Buwog in den acht Monaten ihrer Börsenotiz 2014 leistete, war ganz herausragend.
Hier ein paar Highlights: Mit einem Plus von 17,59 Prozent bezogen auf den errechneten Abspaltungswert aus der Immofinanz war die Buwog 2014 der fünfbeste ATX-Wert, die Aufnahme in den Leitindex ist bereits im September (also bei erster Gelegenheit) erfolgt. Und dieser ATX-Platz ist per Jahresende auch deutlich abgesichert. Lt. finaler Beobachtungsliste 2014 ist die Buwog die Nr. 9 beim Umsatz und die Nr. 12 bei der Streubesitz-Market Cap. Obwohl nur acht Monate gelistet, ist die Buwog sogar beim Gesamtumsatz 2014 auf dem starken 11. Rang, mit etwas mehr als 1,0 Mrd. Euro liegt man nur knapp hinter grossen Werten wie Vienna Insurance Group oder Verbund. Sechs Market Maker kümmern sich um die Buwog: Als Specialist RCB, dazu Baader Bank, Close Brothers Seydler Bank, Erste Group, Societe Generale und Spire.
Kantersieg der Wiener Börse
Und Buwog darf auch als grosser Erfolg für die Wiener Börse bezeichnet werden. Obwohl Buwog eigentlich in Wien nur eine Art Zweitlisting anstrebte (so wurde in Frankfurt die Börseglocke geläutet), gelang in Zusammenwirken mit der Wiener Börse vor allem aus Indexsicht zunächst eine sehr gute Abwicklung, so einfach war die Sache mit Immofinanz indextechnisch nicht. Was niemand ahnte: Von Anfang gab es Wien ca. 10x höhere Umsätze als in Frankfurt. Nach zwei Handelstagen hatte die Buwog in Wien sogar mehr Handelsvolumen als der damalige ATX-Wert Mayr-Melnhof (diese Aktie musste im September letztendlich auch den Platz für die Buwog räumen) in den vier Monaten seit Jahresgebinn. In den ersten beiden Handelstagen war die Buwog sogar umsatzstärker als die Erste Group.
Buwog-Chef Daniel Riedl streute Wien anlässlich der ATX-Aufnahme via Fachheft auch Rosen: Seit dem Börsengang der Buwog in Wien, Frankfurt und Warschau betone er die Wichtigkeit der Wiener Börse für das Unternehmen. Die Buwog Group sei in Österreich tief verwurzelt, habe ihre Firmenzentrale in Wien und der größte Teil der privaten Aktionäre komme aus Österreich. Es freue ihn, dass die Strategie der Buwog Group so positiv angenommen werde.
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